WWoE - Women Way of Entrepreneurship
Gründerinnenzahl steigt - aber Abstand bleibt

Anlässlich des Girls`Day am 28. April 2005 eine gute und eine weniger gute Nachricht: Es gründen immer mehr Frauen, vor allem Akademikerinnen. Insgesamt aber hinken die weiblichen Gründungsaktivitäten unverändert hinter denen der Männer her.

Immerhin ist die Zahl selbstständiger Frauen zwischen 2003 und 2004 um 46.000 auf nunmehr über 1,1 Mill. gestiegen. „Dieser Zuwachs fällt mit 4,3% weit höher aus als bei den selbstständigen Männern mit nur 2,3%,“ so Maria Lauxen-Ulbrich und Dr. René Leicht vom Mannheimer Institut für Mittelstandsforschung (ifm).
Trotz dieses Zuwachses sind nach den neuen Mikrozensus - Ergebnissen nur 7 % aller erwerbstätigen Frauen selbstständig. Bei Männern ist diese Quote genau doppelt so hoch.

Eine zentrale Ursache sieht Gründungsforscher Leicht darin, dass Frauen (und letztlich bereits Mädchen in ihrer Berufswahl) übermäßig auf „frauentypische“ Berufe wie Bürokauffrau oder Arzthelferin zurückgreifen. Diese bieten weniger Chancen für die Selbstständkeit als dies bei vielen Männerberufen der Fall ist. Auch Männer, die in einem „Frauenberuf“ arbeiten, gründen nur mit halb so hoher Wahrscheinlichkeit wie in anderen Berufen.

Das ifm begrüßt daher den Girls`Day und ermuntert zugunsten einer langfristig höheren Selbstständigenquote der Frauen, „am tradierten Rollenverhalten bereits in der Schule zu rütteln.“


Beitrag vom: May 10 2005, 01:48 PM

Premiere WWoE-Gründerinnenfilm am 30.5.

Am 30. Mai 2005 gegen 14 Uhr heißt es im Literaturhaus der schwäbischen Metropole in der Breitscheidstr. 4: Hoch die Gläser! Denn in Stuttgart erlebt an diesem Tag mit dem Gründerinnenfilm ein medialer Meilenstein der WWoE-Gründerinnenförderung seine Premiere.
Hintergrund des Projekts: Schon in der Schule neigen Pennäler eher zur Selbstständigkeit als ihre Mitschülerinnen, das zeigen Studien. Hier setzt der Film an. Er motiviert gerade Schülerinnen und junge Frauen, Selbstständigkeit in der Phase der beruflichen Orientierung als eine lohnende Option zu betrachten.

Der 16minütige Film zeigt drei Gründerinnen auf ihrem individuellen Weg zum eigenen Unternehmen. Wie realisieren die jungen Frauen ihren Gründungstraum? Welche Ratschläge geben erfahrene Unternehmerinnen und Expertinnen? Darauf gibt der Film auf informative wie unterhaltsame Weise Antwort.
Einführende Statements und eine Talkrunde mit den Darstellerinnen und Filmbeteiligten runden diese Filmpremiere ab. Das Deutsche Gründerinnen Forum (DGF) hat den "Gründerinnen- und Unternehmerinnen-Film" inklusive Begleitmaterial gemeinsam mit jungen Frauen, Unternehmerinnen, Lehrerinnen und Beraterinnen für den Einsatz in Schulen und Hochschulen, Berufsorientierung und Beratung produziert.

Das Projekt wurde kofinanziert von der Medien- und Filmförderung Baden-Württemberg (MFG), der Sparkassenverband des Musterländle hat ihn inhaltlich und finanziell unterstützt.

Zur Film-Bestellung

Zur Premieren-Anmeldung


Beitrag vom: Apr 20 2005, 03:33 PM

Direkter Mann = positiv, direkte Frau = aggressiv

Ja, die kleinen Unterschiede ... Wie die Süddeutsche Zeitung vom 6. April berichtet, führte die amerikanische Wirtschaftsprofessorin Linda Babcock in diesem Jahr eine spannende Studie an der Universität Pittsburgh durch: Sie zeigte 200 Medizinstudenten vier Videos, auf denen Gehaltsverhandlungen zu sehen waren. Auf dem ersten sagte eine Frau offen, wie viel Geld sie verdienen möchte, auf dem zweiten verschwieg sie ihre Gehaltsvorstellungen. Video drei und vier zeigten entsprechende Szenen mit einem Mann.

Die Studenten sollten beschreiben, welche Wirkung die Frau und der Mann auf sie hatten. Ergebnis: Der fordernde Mann wurde von den meisten positiv beurteilt. Die direkte Frau haben dagegen viele als unweiblich und aggressiv empfunden.


Beitrag vom: Apr 19 2005, 12:53 PM

Weniger Frauen in Führungspositionen

Der Mikrozensus des Statistischen Bundesamts 2004 bestätigt: Frauen in Führungspositionen sind in Deutschland nach wie vor unter­repräsentiert. So waren im März 2004 von allen abhängig Beschäftigten 47% Frauen, an den Führungskräften stellten sie aber nur einen Anteil von 33%.

Frauen als Top-Führungskräfte in den Chefetagen sind noch seltener. Im März 2004 stuften sich hochgerechnet 819 000 Personen als Erwerbstätige in Positionen mit umfassenden Führungsaufgaben ein. An dieser Gruppe hatten Frauen einen Anteil von nur 21%. Entscheidungsträger in Deutschland sind immer noch überwiegend männlich.

Das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Führungskräften fällt für die Frauen in den neuen Bundesländern signifikant günstiger aus. Dort waren im März 2004 gut 42% der Führungskräfte weiblich, gegenüber 32% im früheren Bundesgebiet. In Positionen mit umfassender Führungsverantwortung arbeiteten in Ostdeutschland 29% Frauen, ver­glichen mit 20% im Westen. Die Chance, Leitungsfunktionen zu übernehmen, hängt für Frauen stark von der Branche ab: Am höchsten ist sie im Dienstleistungsbereich und in der öffentlichen Verwaltung, in denen 53% bzw. 39% der Führungskräfte Frauen sind. Im Baugewerbe sind nur 14% aller Führungskräfte weiblich.

Der Mikrozensus ist mit rund 830 000 befragten Personen in rund 390 000 Haushalten (1% der Bevölkerung) die größte jährliche Haushaltsbefragung in Europa.


Beitrag vom: Apr 18 2005, 01:11 PM

Regierungserklaerung: Wichtiges fuer Gruender

Kuenftig soll es einfacher werden, ein Unternehmen zu
gruenden. Das jedenfalls kuendigte Gerhard Schroeder Ende
letzter Woche in seiner Regierungserklaerung an. Der
Bundeskanzler will eine „Startothek“ aufbauen, ein zentrales
Informationssystem fuer Gruender. Alexander Schieferdecker,
Sprecher im Bundeswirtschaftsministerium, konkretisiert: „Auf
dieser Plattform werden saemtliche Regelungen und
Vorschriften gesammelt, die fuer Start-ups aller Regionen und
Branchen wichtig sind.“ Anvisierte Nutzer der Datenbank sind
oeffentliche Gruendungsberater. „Jungunternehmer bekommen
dadurch eine zentrale Anlaufstelle, die sie sowohl ueber das
Thema Arbeitsschutz als auch ueber das Steuerrecht
informieren kann.“ Den operativen Part der Initiative
uebernehme die KfW (Kreditanstalt fuer Wiederaufbau).
„Inhaltliche Unterstuetzung leisten Kammern, Verbaende und
Kommunen.“ Fertig gestellt sein soll das Projekt bis zum
1.1.2006.
In einem naechsten Schritt ist laut Schroeder die Einrichtung
von One-Stop-Shops geplant. „Dann sollen nicht mehr nur
Informationen an zentraler Stelle eingeholt werden koennen“,
so Schieferdecker. „Dann soll eine einzige Stelle auch alle
notwendigen Genehmigungen erteilen duerfen.“ Wo genau die
Shops angesiedelt werden und wer sie trage, stehe noch nicht
fest.
Außerdem kuendigte Schroeder eine Novelle des GmbH-
Gesetzes an. Das zu einer Gruendung benoetigte
Stammkapital werde „substanziell“ reduziert. Konkrete Zahlen
nennt das Bundesjustizministerium (BMJ) jedoch nicht.
Außerdem, so Schroeder, werde an der Einfuehrung eines
elektronischen Handelsregisters zum 1.1.2007 gearbeitet, was
Neugruendungen beschleunigen soll.
Karoline Beck, Vorsitzende des Bundesverbandes Junger
Unternehmer (BJU), reagiert auf die Initiativen zurueckhaltend.
Zu Startothek und One-Stop-Shop erklaert sie: „Hier wird ein
Dschungelfuehrer eingerichtet, statt das Dickicht aus
Verordnungen und Gesetzen zu lichten. Das ist doch lediglich
ein Herumdoktoren an den Symptomen.“
Die geplante Novelle des GmbH-Gesetzes haelt Beck fuer
begrenzt sinnvoll. Zwar gebe es in Deutschland seit 2003 einen
Run auf die Gesellschaftsform der britischen Limited. Hier sei
aber neben dem geringeren Stammkapital vor allem die im
Vergleich zur GmbH juristisch einfachere Gruendung und
Handhabung entscheidend. „Wichtig waere daher eine
Deregulierung im deutschen Gesellschaftsrecht. Es koennte
z. B. der Notarzwang bei der GmbH-Gruendung wegfallen.“
Tatsaechlich aber wird dem Kabinett voraussichtlich im April ein
Regierungsentwurf vorgelegt, der laut BMJ „veraltete
reichsrechtliche Begriffe entfernt“ und klaert, welche
UEberleitungsregelungen aus den Anlagen zum Einigungs-
vertrag inzwischen gegenstandslos geworden sind.
Ein elektronisches Handelsregister ist nach Ansicht Becks dann
hilfreich, wenn es den Prozess der Gruendung wirklich
beschleunige. Fuer innovative Unternehmen sei die Time-to-
Market oft entscheidend fuer den Erfolg. (sta)

Quelle: VentureNews der VDI-Nachrichten


Beitrag vom: Mar 29 2005, 09:05 AM

Handbuch für Gründerinnenzentren

Unternehmen von Frauen haben laut Bundesregierung eine hohe Stabilität, wenn die Selbstständigen Gründerinnen- und Unternehmerinnenzentren mit zu Rate ziehen. Auch die "Stiftung Finanztest" lobte bereits im Oktober 2003 die Beratungsqualität solcher zielgruppenspezifischer Zentren. Aber wie wird ein Zentrum für Gründerinnen und Unternehmerinnen aufgebaut?

Das bundesweite Netzwerk der Frauengewerbe- und Gründerinnenzentren will mit dem "Handbuch für die erfolgreiche Konzeption und Realisierung von Gründerinnen- und Unternehmerinnenzentren" die wichtigsten Fragen dazu beantworten.
Christel Riemann-Hanewinckel, Staatssekretärin im zuständigen Bundesministerium, stellte die Publikation im Berliner Gründerinnenzentrum "Weiberwirtschaft e.V." vor.

Das Handbuch bietet auch Anregungen für Kammern, Verbände, Banken und Kommunen, die das wirtschaftliche Potenzial ihrer Region besser nutzen wollen. Es kann als pdf-Datei unter "www.frauengewerbezentren.de" oder per email unter: "info@weiberwirtschaft.de" bezogen werden.


Beitrag vom: Feb 16 2005, 05:08 PM

WWoE-Workshop in Bonn

Welche Ergebnisse zur Förderung von Gründerinnen kann WWoE kurz vor Projekt-Abschluss präsentieren? Wie ist der Stand der Gründerinnenforschung und wie kann diese optimiert werden? Auf welchen Feldern besteht besonders (politischer) Handlungsbedarf?
Um Antworten auf diese und andere Kern-Fragen der Gründerinnen-Förderung geht es auf dem ganztägigen WWoE-Workshop "Forschungsergebnisse und Politikberatung" am Freitag, 18. Februar 2005 im Hilton Hotel in Bonn (etwa 5 Min. vom Bonner Hauptbahnhof). Zu dieser zentralen WWoE-Veranstaltung mit Vertreterinnen und Vertretern der zuständigen Ministerien werden zahlreiche Gründungs-Fachleute aus Forschung, Politik und Praxis erwartet.

Dr. Birgit Buschmann (Vorstand DGF und VDG) führt durch den hochinformativen Tag. Die Gründerinnen-Expertin stellt auch eine Gründerinnen-Typologie als WWoE-Auftragsarbeit vor und moderiert die abschließende Podiums-Diskussion.

Hier kommen Sie zu mehr Informationen und zum Anmeldeformular:
Workshop-Programm mit schriftlicher Anmeldung

Oder Sie melden sich hier formlos an - Online-Anmeldung


Beitrag vom: Dec 16 2004, 12:03 PM
 
 Willkommen bei WWoE
     
  Willkommen auf den Seiten des WWoE-Projektes. Wenn Sie uns das erste Mal besuchen, möchten Sie sicher wissen, was und wer hinter WWoE steckt:

WWoE heißt "Women Way of Entrepreneurship", auf deutsch übersetzt "Der weibliche Weg zur Existenzgründung". Wir haben uns diesen Namen gegeben, weil er ausdrückt, wofür wir stehen. Wir, das ist das "Who is Who" der deutschen Gründungsszene bei der Zielgruppe Frauen.



Wenn Sie mehr wissen wollen, können Sie sich hier informieren.
 
     

 WWoE-Newsletter
     
  Newsletter abonnieren  
  Newsletter abbestellen